Hitze und Trockenheit

Wie kommen die Pflanzen gut über den Sommer?

Bei Temperaturen über 30 Grad, Wassermangel und Wind trocknet die Erde aus. Pflanzen, die noch nicht richtig durchwurzelt sind und/oder Pflanzen in Töpfen auf Terrassen und Balkonen brauchen täglich ausreichend Wasser. Speziell immergrüne Pflanzen leiden unter der großen Hitze. Da hilft es, die Pflanzen mit Kalidünger zu versorgen und Nadelpflanzen in der Früh mit reichlich Wasser abzuspritzen. Dadurch kühlen die Pflanzen etwas ab. Kalidünger kann bei allen Pflanzen gegeben werden. Es stärkt die Pflanzen bei Stress. Im Sommer bei extremer Hitze und im Winter bei Trockenheit und Kälte. Bei frisch gesetzten Pflanzen kann ein Gießsack oder eine Gießplatte angebracht werden. Gegossen muss trotzdem werden. Den Sack mit bis zu 70 Litern Wasser befüllen, dann wird das Wasser zielgerichtet bei der Pflanze abgegeben. Als hilfreichen Zusatzstoff kann der Erde, gerade in Pflanztöpfen oder bei kleinen Erdflächen, ein Wasserspeichergel beigemengt werden. So ein Granulat erhöht die Wasserspeicherkapazität von Garten- und Topferde, sorgt bei trockenen Bedingungen für eine kontinuierliche Wasserversorgung der Pflanze. Der Wasserverbrauch reduziert sich deutlich und nach einigen Jahren baut sich dieses Granulat in Humus um. Wir wünschen viel Erfolg und einen unbeschwerten Sommer.

Blütensträucher für mehr Privatsphäre

Es muss nicht immer Kirschlorbeer sein.

Biodiversitätshecken sind eine attraktive Alternative zur Kirschlorbeer- und Thujenhecke. Diese Hecken vereinen Funktionalität mit ökologischem Nutzen. Sie bieten nicht nur Schutz vor neugierigen Blicken, sondern fördern zugleich die Artenvielfalt. Geeignete Pflanzen wie Sanddorn, Holunder, Dirndlstrauch, Felsenbirne, Wildrosen, Berberitzen oder Apfelbeere sind trockenheitsverträglich und liefern nicht nur für Insekten, Vögel und Kleinsäuger wertvolle Nahrung. Die Blüten und Früchte können frisch verzehrt oder zu Säften verarbeitet werden. Blütensträucher wie Weigelien, Spieren, Fünffingerstrauch, Blasenspiere sehen auch mit Zieräpfeln, Blütenkirschen oder Herbstjasmin reizvoll aus. Bringen wir wieder mehr Farbe und Vielfalt in unsere Gärten.

Düngen im Blütenjahr

Wer dieser Tage durch die Wälder und Gärten streift, staunt oft über die prächtige Blütenfülle an Sträuchern und Bäumen. Doch so schön dieses Blütenmeer auch wirkt – es hat oft einen ernsten Hintergrund. Was auf den ersten Blick nach purer Lebensfreude aussieht, ist bei genauerem Hinsehen häufig ein sogenanntes Angstblühen.

In extremen Trockenjahren beobachten Fachleute ein Phänomen, das viele Pflanzenfreunde besorgt: Sträucher und Bäume zeigen eine auffallend intensive Blütenbildung. Diese massenhafte Produktion von Blüten und später auch Früchten ist kein Zeichen gesunder Vitalität – im Gegenteil. Die Pflanzen versuchen in dieser Stresssituation, möglichst viele Samen zu produzieren, um ihr Überleben durch Nachkommen zu sichern. Es handelt sich also um eine Art Notprogramm der Natur.

Solche Jahre der Blüh-Explosion zehren jedoch enorm an den Kräften der Pflanzen. Wer genau hinsieht, erkennt: Einige Bäume schaffen es danach nicht mehr, sich zu erholen. Gerade geschwächte Exemplare sterben spätestens im nächsten Winter ab – oft brechen sie unter Schneelast zusammen, weil ihnen die Kraft fehlt, dem Druck standzuhalten.

Jetzt ist die Zeit, die Pflanzen zu unterstützen

In solchen Blütejahren ist es besonders wichtig, Pflanzen mit zusätzlicher Energie zu versorgen. Das heißt: düngen! Wer bislang noch keinen Dünger ausgebracht hat, sollte das jetzt dringend nachholen.

Am besten geeignet sind Naturdünger. Sie haben gleich mehrere Vorteile: Sie schonen die Umwelt, stärken die Pflanze nachhaltig – und eine Überdüngung ist so gut wie ausgeschlossen. Die Pflanzen nehmen sich nur das, was sie tatsächlich brauchen.

Zusätzlich zum festen Dünger kann man die Pflanzen in dieser Zeit auch mit pflanzlichen Extrakten verwöhnen wie: Schachtelhalmextrakt, Brennnesselbrühe oder Planteen.

Diese natürlichen Helfer geben den Pflanzen genau die Unterstützung, die sie jetzt brauchen – denn die Trockenheit, die uns Menschen oft nur ein Stirnrunzeln kostet, setzt Pflanzen massiv unter Stress.

Fazit: Helfen wir der Natur, sich selbst zu helfen

Ein blütenreiches Jahr ist nicht immer ein Grund zur Freude. Vielmehr ist es oft ein stiller Hilferuf der Pflanzenwelt. Mit dem richtigen Dünger, natürlichen Pflanzenstärkern und einem wachen Blick auf unsere grünen Mitbewohner können wir sie in dieser Zeit sinnvoll unterstützen – damit sie auch im nächsten Jahr wieder ihre ganze Kraft entfalten können.

Frühling

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